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Die Stiftung zur Förderung der Pflanzenkenntnis SFP mit Sitz in Basel unterstützt Projekte, die der Pflanzenkenntnis dienen.

Stiftungsrat

Dr. Annekäthi Heitz-Weniger (Präsidentin), Markus Ritter (Kassier), Sabine Rosta PhD, Prof. em. Dr. Christian Körner, Dr. Heiner Lenzin

Gründung der Stiftung 1980

Die Stiftung wurde 1980 in Basel gegründet. Stifter ist Dr. Charles Simon-Studer, 1908-1987, von Beruf Chemiker, tätig bei der J.R. Geigy AG, später Ciba-Geigy AG, und passionierter Pflanzenkenner und Pflanzensammler.

Dr. Charles SimonBereits in jungen Jahren gehörte die Floristik, obwohl er Chemiker war, zu seiner Lieblingstätigkeit. Dies veranlasste ihn bald, ausgedehnte botanische Reisen zu unternehmen und Pflanzen zu sammeln. Zunächst galt sein besonderes Interesse den Feuchtbiotopen und der salzliebenden Adventivflora der Elsässer Kaliminen. Sodann führten ihn seine Streifzüge in den Mittelmeerraum, später speziell nach Anatolien. Wegen der Besonderheiten der Inselfloren besuchte er nicht nur Korsika und die Balearen, sondern auch Svalbard, Madeira, die Azoren, ja sogar die Antillen. Aus Sorge um den Verbleib und die Pflege von Herbarien privater Sammler in Basel fand sich Charles Simon mit Gleichgesinnten 1952 zur Gründung der Basler Botanischen Gesellschaft zusammen, deren Vizepräsident und dann Präsident (1956-1958) er wurde. In zahlreichen Kursen, Vorträgen und auf Exkursionen wusste er seine Begeisterung und sein Wissen den Mitgliedern zu vermitteln. Ein Anliegen war ihm auch die Herbartechnik. Durch sachgemässes Trocknen, Beschriften und Konservieren zahlreicher Belege leistete er seit 1958 den wesentlichsten Beitrag zum Aufbau des Gesellschaftsherbars. Rund ein Viertel der heute über 200’000 Belegbogen stammen aus seinem Privatherbar. In Anerkennung seiner Verdienste ernannte ihn die Basler Botanische Gesellschaft 1973 zum Ehrenmitglied. 1977 wurde ihm vonseiten der Schweizerischen Botanischen Gesellschaft die gleiche Ehrung zuteil.

Die geringe Unterstützung der Botanik durch die öffentliche Hand veranlasste Charles Simon 1980, die «Stiftung zur Förderung der Pflanzenkenntnis» zu errichten, deren Ziel es ist, vor allem auch Laien zur Beschäftigung mit der Pflanze anzuregen. Den Namen der Stiftung hielt er bewusst offen, damit später allenfalls auch weitere Legate in die Stiftung fliessen könnten.

Während der ersten 20 Jahren hat Dr. Pierre Reusser als Kassier das Kapital, ursprünglich in Ciba-Aktien, betreut und durch eine umsichtige Anlagestrategie wesentlich erweitert.

Erweiterung der Stiftung 2008

Durch eine Erbschaft konnte die Stiftung 2008 wesentlich erweitert werden. Die Ehegatten Doris und Sigisbert Geissler-Landenberger liessen der Stiftung 2001 ihren Erbvertrag zukommen, in welchem die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt wurde, da ihre Tochter Dr. Patricia Geissler im Jahr 2000 verstorben war. Mit dem Tod von Doris Geissler 2008 trat dieser in Kraft.

Dr. Patricia GeisslerDr. Sigisbert Geissler war als geschätzter Arzt mit eigener Praxis in St. Gallen tätig, seine Frau Doris arbeitete in der Praxis mit. Durch einen Verkehrsunfall verstarb 2000 ihre einzige Tochter, Patricia Geissler, im Alter von 53 Jahren. Dr. Patricia Geissler war als Moos-Spezialistin wissenschaftlich tätig am Conservatoire et Jardin botaniques in Genf. Sie war dort Kuratorin der Kryptogamen- und Gymnospermensammlungen, war Lektorin und in zahlreichen bryologischen Forschungsprojekten wie auch in vielen botanischen Gremien tätig. In Basel hatte sie Botanik studiert und promoviert mit der Arbeit «Zur Vegetation alpiner Fliessgewässer» bei Prof. Heinrich Zoller. Zeitlebens blieb sie mit ihren damaligen Mitstudierenden und mit Basel, ihrem Heimatort, verbunden. Sie war seit 1968 Mitglied der Basler Botanischen Gesellschaft (link zu Bauhinia 14, 2000)

Die Stiftung unterstützt deshalb explizit auch Arbeiten betreffend die Moosflora, im Sinn und im Andenken an Patricia Geissler, einem Versprechen entsprechend, das die Erbschaft eingeleitet und ermöglicht hat.